Walserweg – Etappe 01 (San Bernadino – Hinterrhein)
| Facts | |
| Länge: | 11 km |
| Wanderzeit: | 3H 40min |
| Anforderung: | mittel (Bergwanderweg) |
| Kondition: | mittel |
| Höhenmeter: | 640m rauf 620m runter |
Der heutige Tag wird als “Aufwärmphase” abgestempelt. Mit dem Zug geht es rel. früh nach Chur und von dort mit dem Postauto nach San Bernadino. Auf dieser Route (Chur – Bellinzona) müsste man eigentlich einen Sitzplatz reservieren – zum Glück hatte es nur wenige Senioren, die einen Tagesausflug machten.
Und hier treffe ich schon jemanden, der auch nach San Bernadino geht, um dann in eine andere Richtung in die Höhe zu gehen. Zelten auf über 2000m – hmmm… nicht mein Ding. Und das 4 Tage lang? Ein kalter Schauer läuft mir über den Rücken, da liebe ich es doch, am Abend in einer Hütte, Gasthaus oder sogar Hotel mit warmer Dusche übernachten zu können. Man gönnt sich ja sonst nichts.
So, nach einer guten Stunde Postauto fahren geht es in San Bernadino los. Ich muss nicht lange suchen und finde schon einen gelben Wegweiser mit der grünen Nummer 35 drauf – hier ist der Startpunkt für meinen Weg, den ich in den nächsten Tagen folgen werde.
Diese erste Etappe ist einfach zu laufen. Daher gilt diese auch als Aufwärmphase für kommende. Man ist schnell aus San Bernadino draussen und schon mitten in der Natur, weit weg vom Lärm. Die Sonne scheint und gibt warm, wenn gerade keine Wolke sich davor schiebt. Jedoch ist es kein Kurz-Arm-Wetter: mir weht ein gemeiner kalter Wind entgegen. Entsprechend kurz fällt das Mittagessen aus, da man so trotz Kleider doch bald mal zu frieren beginnt. Wers glaubt oder nicht – mir ist kurz vor der Passhöhe ein echter Schotte mit einem Kilt entgegen gekommen. Ist das die neue Quasi-Nackt-Wander-Art? Einfach einen Rock und drunter nichts? Ok, ich wollte es ja auch gar nicht wissen. Aber viel mehr hat mich verwundert, dass dieser Herr nichts dabei hatte – nur seinen Wanderstock. In Hinterrhein sagte man mir, dass dieser Mann wirklich mit keinem Gepäck unterwegs ist, bzw. es auch nicht verschickt hat, so wie es zwei andere Frauen, welche auch auf dem gleichen Weg sind wie ich, machen. Naja, ich schleppe meinen Rucksack doch lieber selber. Obschon ich die 18kg schon etwas spüre. Hoffe, ich gewöhne mich noch an das Gewicht. Was ist eigentlich so schwer in meinem Rucksack? Muss da wohl noch etwas optimieren.
Ich laufe quasi durch eine Moorlangschaft – wunderschön mit vielen kleinen Tümpeln und verschiedenen Farben. Dieser Weg war schon früher ein wichtiger Handelsweg und vereinzelt sichtbare Steinplatten erinnern noch heute daran. Doch schon bald wird diese Idylle von Bau- und Strassenlärm gestört, da ich schon an der alten Passstrasse angekommen bin. Hier fahren bei diesem Wetter halt vor allem die Töfffahrer rauf und runter – und die hört man schon vom Weitem.
Entsprechend bin ich dann auch schon bald in Hinterrhein angekommen, wo mich Frau Aepli schon erwartet (Unterkunft / Ferienwohnungen Aepli) und herzlichst empfängt. Mit ihr plaudere ich noch über dies und das, Entwicklung von Hinterrhein etc. und so schnell geht eine Stunde vorbei. Da es hier kein Restaurant gibt, werde ich bei der Familie Egger essen, mal schauen was es gibt.
| Höhenprofil | Karte |
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